21-Grabstein

Foto des Steines

Der schlicht gestaltete Grabstein erinnert als „steinerner Lebenslauf“ an den 22-jährigen „ehrbaren Junggesellen“ Matthias Alharte. Er wurde am 12. Juli 1662 geboren und verstarb bereits am 18. September 1684. Der Sinn der Umschrift erschließt sich nicht mehr komplett. Umso anrührender ist der Leichentext Lukas 2, 29-30: „Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen.“ Dieser Ausspruch des alten Priesters Simeon erfolgt kurz nach

der Beschneidung des Säuglings Jesus im Tempel, also am Beginn des Lebens Jesu. Auf dem Grabstein soll er Trost am Ende eines jungen Lebens vermitteln. Der Text ist getragen von der Glaubensgewissheit und der Auferstehungshoffnung der Eltern im Barockzeitalter. Der Stein stammt vom evangelischen Friedhof der benachbarten St. Stephanuskirche in Westerhüsen – eine ursprüngliche Taufkirche, die bis auf Karl den Großen und den Halberstädter Missionsbischof Hildegrim zurückgeht.

Objektnummer: 35

Für 22 -jährigen Mann – Matteiaß Alharte, Ev. Friedhof St. Stephanus, Steinerner Lebenslauf, Sandstein, 1662 – 1684