15-Kleines Epitaph

Foto des Steines

Das kleine Epitaph aus rotem Sandstein war vermutlich einst eingemauert. Es erzählt von dem „Anno 1625, den 13. Juni“ Verstorbenen „Gescke Prenninger neben der ältesten (Tochter?)“, die beide „selig entschlafen (sind) in Gott“. „Neben der ältesten Tochter“ könnte auch Hinweis auf eine lokale Verortung sein und neben dem Grab der Tochter heißen. Die betont schlichte, bilderlose Gestaltung, sowie der Name „Gescke“, der sich möglicherweise von Gersom oder Gerson (hebräisch: Fremdling, Vertriebener) herleite, könnte auch auf einen jüdischen Mitbürger hindeuten. Prenninger ist, abgeleitet vom Mittelhochdeutschen, der Beruf des Pech-, Kohlen-, Ziegel- oder Branntweinbrenners. Das „Amen“ am Schluß des Textes läßt die Inschrift als ein Gebet erkennen.

Objektnummer: 265

Herkunft unbekannt, Hinweis für 2 Verstorbene, besondere Schriftgraphik, roter Sandstein, 1625