13-Epitaph

Foto des Steines

Dieses barocke Epitaph erinnert im oberen Schild an den Tod der 56jährigen Catharine Stoltzin, verwitwete Lehmann, am 27. Juni 1701. Sie gehörte einer vermögenden Familie an, denn ihr Mann Johann hatte Spenden „zu(r) erkauffung deß Knochenhauer Innungs Hauses und Bau der Orgel“ an den Gemeindevorstand der Johanniskirche gezahlt. Zudem bestand ein Erbvermächtnis, für das ein „Bürgermeister Breitsprach“ und ein „Georg Lehmann“ (Sohn der Verstorbenen oder Bruder ihres Mannes) einzahlt, ebenfalls ein Indiz guter finanzieller Befindlichkeit der Lehmanns. Im unteren Schild ist ihr Wahlspruch aus der Offenbarung des Johannes 14, 13: „Selig sind von nun an die Toten, die im Herrn sterben…“ Im rechten Wappenschild ist, in Anspielung an ihre verehrte Namenspatronin, die Heilige Katharina von Alexandrien dargestellt, die seit dem 13. Jh. auch Namenspatronin des Magdeburger Doms war. Dieser Stein aus der Johanniskirche ist in seiner qualitätvollen Gestaltung möglicherweise der Steinmetzschule des Tobias Wilhelmi zuzuordnen, der 1663 erstmals im Zusammenhang mit Magdeburg genannt wird.

Objektnummer: 280

Ev. Kirche St. Johannis, Catharine Stoltzin, Wappen Katharina von Alexandrien, Sandstein, 1701, Barock