11-Grabstein

Foto des Steines

Der Grabstein des Buchhändlers Ernst Holtermann und seiner Frau Mathilde erinnert an ein Kreuz auf einem Berg. Die befreiende Botschaft des Kreuzes weiter zu geben, war die Motivation dieses Pioniers des deutschen Evangelischen Buchhandels.

Am 10.08.1867 in Hamburg geboren, wurde er mit 23 Jahren Filialleiter der Evangelischen Buch- und Traktatgesellschaft Berlin. Die Verbindung von christlichem Glauben und buchhändlerischem Geschick ließ ihn seine Idee eines erweiterten Buchhandels vorantreiben. 1902 übernahm er das Buchhandelsgeschäft der Korporation der Herberge zur Heimat in Magdeburg. Später verlegte er das Geschäft in größere Räumlichkeiten am Breiten Weg 195/Ecke Leiterstraße. Der Aufbau eines Kundennetzes von Gemeinden und Pastoren der Kirchenprovinz Sachsen und ein erweitertes Angebot (Reproduktionen, Abendmahlsgerät, Talare) läßt den Buchhandel florieren. Ein der Buchhandlung angegliederter Verlag ermöglichte zudem den Druck von Gemeindeheften, Monatsblättern und anderen kirchlichen Publikationen. Holtermann wurde Vorsitzender der Vereinigung Evangelischer Buchhändler und Mitglied des Vorstandes Magdeburger Buchhändler.

Er starb mit 54 Jahren 1922 in Magdeburg. Sein Sohn Johannes (1900-1987) und sein Enkel Martin (geb. 1940) führten den Evangelischen Buchhandel als Familienunternehmen bis zum März 2006 weiter.

Objektnummer: 42

42

Westfriedhof, Pionier des evangelischen Buchhandels Ernst Holtermann und Frau,

Sandstein, 1922