10-Grabstein

Foto des Steines

Der am 1892 in Bitterfeld geborene Paul Hechler war nach seinem Theologie-Studium von 1933 bis 1945 Pfarrer in Oels/Schlesien. Zunächst zu den ideologisch vereinnahmten Deutschen Christen (DC) gehörend, wurde Hechler bald Mitglied der Bekennenden Kirche. Im Januar 1945 musste Hechler mit Frau und Tochter auf Geheiß der Wehrmacht Schlesien verlassen. Zeitlebens blieb er seiner schlesischen Gemeinde treu, indem er alljährlich Treffen organisierte. Als die Regierung der DDR diese persönlichen Treffen als „staatsfeindlich“ einstufte, entwickelte Hechler die Form der „Briefpredigt“. Von 1949 bis 1964 war Hechler Pfarrer an St. Gertrauden in Magdeburg-Buckau. Seine Hausbesuche, die Frauenarbeit und eine gediegene Kirchenmusik bleiben auch nach seinem Tod am 7.12.1984 in Erinnerung. Sein Grabsteins verkündet das Bibelzitat „Die Liebe höret nimmer auf“.

Objektnummer: 303

Pfarrer in St. Gertrauden, 1949-1964, praktizierte Briefpredigten, Granit, 1984